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Was kostet eine Positionierung – und lohnt sich Beratung?

10. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit · Greenstein Designagentur

Was eine Positionierung wirklich kostet, was den Preis bestimmt, wann sich externe Beratung lohnt und wie du bis zu 50 % über die BAFA-Förderung zurückbekommst.

Die meisten Unternehmen wissen längst, dass sie eine klarere Positionierung brauchen. Die Frage, die sie wirklich umtreibt, ist eine andere: Was kostet das – und lohnt es sich, dafür jemanden zu bezahlen?

Dieser Artikel beantwortet genau das. Es geht nicht darum, was Positionierung ist (das liest du im Grundlagen-Artikel Positionierung: Die besten Strategien), sondern um die betriebswirtschaftliche Entscheidung dahinter: Selbst machen oder machen lassen? Welche Kosten sind realistisch? Und welche Förderung gibt es?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Kosten einer Positionierung hängen weniger vom „Paketpreis” ab als vom Umfang: Eintägiger Workshop oder mehrwöchiger Strategieprozess mit Markt- und Wettbewerbsanalyse.
  • Selbst machen spart Geld, kostet aber Zeit und hat einen blinden Fleck: Die eigene Marke aus Kundensicht zu sehen, fällt von innen schwer.
  • Für KMU ist eine professionelle Beratung oft über die BAFA bezuschusst – je nach Region mit 50 % bis 80 % der Beratungskosten.
  • Der eigentliche Hebel ist nicht der Preis, sondern die Folgekosten einer unklaren Positionierung: Streuverluste im Marketing, austauschbare Kommunikation, Preisdruck.

Was kostet eine Positionierung wirklich?

Es gibt keinen Festpreis, weil „Positionierung” kein einzelnes Produkt ist, sondern ein Prozess mit sehr unterschiedlicher Tiefe. Grob lassen sich drei Stufen unterscheiden:

1. Der kompakte Positionierungs-Workshop. Ein bis zwei moderierte Tage, in denen Zielgruppe, Alleinstellungsmerkmal und Kernbotschaft geschärft werden. Geeignet für kleinere Unternehmen oder Gründungen, die eine klare Richtung brauchen, aber noch keinen großen Apparat dahinter. Das ist der günstigste Einstieg.

2. Der strukturierte Strategieprozess. Über mehrere Wochen, inklusive Wettbewerbs- und Marktanalyse, Zielgruppen-Schärfung, Positionierungsstatement und einer abgeleiteten Kommunikationslinie. Das ist der Bereich, in dem die meisten mittelständischen Projekte landen – und der Bereich, der typischerweise BAFA-förderfähig ist.

3. Positionierung als Teil einer Marken-Neuausrichtung. Wenn die Positionierung in eine vollständige Markenstrategie oder ein Rebranding eingebettet ist – mit Markenkern, visueller Identität und Außenauftritt. Hier ist die Positionierung der strategische Unterbau eines größeren Markenbildungs-Projekts.

Was den Preis innerhalb dieser Stufen treibt, ist vor allem: der Recherche-Aufwand (je gesättigter dein Markt, desto mehr Analyse), die Zahl der Beteiligten auf deiner Seite und ob am Ende nur eine Strategie steht oder gleich die Umsetzung (Website, Corporate Design, Kommunikation) mitgedacht wird.

Selbst machen oder machen lassen?

Eine Positionierung lässt sich grundsätzlich auch selbst erarbeiten – die Methoden sind kein Geheimnis. Die ehrliche Abwägung:

Dafür, es selbst zu machen:

  • Du kennst dein Unternehmen, deine Kunden und deinen Markt besser als jeder Externe.
  • Kein Budget nötig, nur Zeit.
  • Das Ergebnis ist von Anfang an im Team verankert.

Dagegen – und warum Beratung den Unterschied macht:

  • Der blinde Fleck. Die eigene Marke aus Kundensicht zu sehen, ist von innen fast unmöglich. Externe stellen die unbequemen Fragen, die intern niemand stellt.
  • Methode statt Bauchgefühl. Ein strukturierter Prozess mit Wettbewerbsanalyse und Positionierungsmatrix verhindert, dass am Ende ein austauschbares „Wir bieten Qualität und Service” steht.
  • Entscheidungskraft. Eine externe Moderation löst interne Patt-Situationen, in denen sich Geschäftsführung und Marketing seit Monaten im Kreis drehen.

Die Faustregel: Wenn ihr intern eine klare, von allen getragene Antwort auf „Wofür stehen wir, und warum ausgerechnet wir?” habt, braucht ihr keine Beratung. Wenn diese Antwort jedes Mal anders ausfällt, ist genau das das Problem, das Beratung löst.

Wann sich eine Positionierungs-Beratung lohnt

Konkret lohnt sich der externe Blick besonders in diesen Situationen:

  • Euer Marketing kostet Geld, bringt aber wenig – weil die Botschaft nicht sitzt.
  • Ihr werdet im Wettbewerb verglichen und landet im Preiskampf, statt über Wert zu verkaufen.
  • Ihr seid gewachsen, aber der Außenauftritt beschreibt noch das Unternehmen von vor fünf Jahren.
  • Ein Rebranding, eine neue Website oder ein neues Angebot steht an – und ihr wollt nicht auf unklarem Fundament bauen.

In all diesen Fällen sind die Folgekosten einer unklaren Positionierung längst höher als die Beratung selbst. Streuverluste in Anzeigen, eine Website, die nicht konvertiert, und ein Vertrieb, der jeden Pitch neu erfinden muss – das summiert sich.

BAFA-Förderung: Beratung wird bezuschusst

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist die entscheidende Information: Eine Positionierungs- und Strategieberatung ist in der Regel über die BAFA förderfähig. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Unternehmensberatungen für KMU – je nach Region mit 50 % (alte Bundesländer) bis 80 % (neue Bundesländer und Region Lüneburg) der Beratungskosten.

Förderfähig sind KMU mit bis zu 250 Mitarbeitenden, Freiberufler und Startups mit Sitz in Deutschland. Das verschiebt die Kosten-Nutzen-Rechnung deutlich: Aus einem Strategieprozess wird effektiv ein Bruchteil der Listenkosten. Die Details und den Ablauf findest du auf unserer Seite zur BAFA-geförderten Unternehmensberatung.

Was du vorbereiten kannst – egal, wie du dich entscheidest

Ob mit Beratung oder allein, diese Vorarbeit senkt Aufwand und Kosten:

  1. Sammle, was Kunden über euch sagen – Bewertungen, O-Töne, Verkaufsgespräche. Das ist eure Ist-Positionierung.
  2. Liste eure drei stärksten Wettbewerber und beschreibe in einem Satz, wofür jeder steht.
  3. Formuliere euren wichtigsten Kundennutzen aus Kundensicht, nicht aus eurer.
  4. Klärt intern, wer entscheidet. Die meisten Strategieprozesse scheitern nicht an der Methode, sondern an ungeklärten Zuständigkeiten.

Fazit

Was eine Positionierung kostet, ist die falsche erste Frage. Die richtige lautet: Was kostet es uns, keine klare Positionierung zu haben? Für ein Unternehmen mit funktionierendem internen Konsens ist die Eigenleistung ein gangbarer Weg. Für alle, die im Marketing Geld verbrennen, im Preiskampf stecken oder vor einer Neuausrichtung stehen, ist der externe, methodische Blick meist die günstigere Variante – erst recht, wenn die BAFA bis zu 50 % davon trägt.

Wenn du wissen willst, wie ein solcher Prozess für dein Unternehmen konkret aussehen würde, findest du den Einstieg über unsere Markenstrategie-Leistungen.

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